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der Runde den Namen „Bogey Mann". Und prompt wurde „
Bogey" als Begriff für „Spiel gegen den Platz" übernommen. - So weit, so gut. Doch was wir unter „Bogey" meinen, hat nichts mit „Par", sondern „einem Schlag über Par  für das Loch" zu tun. Scheint so, Golfer mögen es gern kompliziert.   
     Bunker  Auf dem Golfplatz nicht aus Beton, sondern mit Sand gefüllte oder mit Gras bewachsene Bodenvertiefungen. - Nebenbei noch für Nicht-Golfer: Ein „Bunkerschlag" hat nichts mit Krieg und ein „Golf-Bunker" nichts mit den Betonunterständen für Soldaten zu tun.
      Caddie
  Kommt von dem französischen Wort „cadet" (Laufjunge) und wurde von Queen Mary of Scotsland, einer begeisterten Golferin, für die Burschen, die die Schläger trugen, eingeführt. - Übrigens, viele ruhmreiche Golfer, auch ein Bernhard Langer, haben als Caddies angefangen. Und noch etwas: Die Golftaschenträger der Superstars verdienen Millionen, meist mehr als ein durchschnittlicher Golfpro auf der Tour.
     Chip   Kurzer, flacher Annäherungsschlag. Aber aufgepasst, Chips sind auch Spielmarken bei Glücksspielen oder Mikroprozessoren, beispielsweise bei Computern, oder als Potatoe-Chips, in Fett gebratene Scheibchen roher Kartoffeln.
     Cliffhanger (cliff für Klippe und hang für hängen, baumeln)  Ein Ball, der nach dem Putten millimetergenau am Lochrand liegen bleibt und zum Ärger des Spielers nicht hineinpurzelt. 
     Dimples (Grübchen)   Ein Golfball hat 333 Dimples oder auch mehr. Der Grund: Durch die kleinen Dellen kriegt der Ball eine konstante Flugbahn. Findige Golfer hatten übrigens schon vor 150 Jahren festgestellt, dass ihre Guttapercha-Bälle mit Macken besser als glatte Bälle fliegen und deshalb absichtlich auf ihnen herumgehämmert. - Ach ja, „Dimple" ist nicht nur Golfern, wohl aber allen Whiskytrinkern ein Begriff. Denn „Dimple", den schottischen Whisky in den typisch eingedellten Flaschen, gibt es schon seit Jahrhunderten. 
     Divot   Rasenfetzen, der bei einem Golfschlag herausgerissen wird. Übrigens war das, eigentlich verwunderlich, meistens kein Mist-Schlag. Doch für gute Eisenschläge gilt „Ball-Boden", also zuerst den Ball treffen und dann in den Boden hauen - und hoffen, dass alles klappt. 
     Dogleg (Hundebein)  Ein Fairway, das nicht geradeaus verläuft, also einen Knick nach rechts oder links hat. Und warum dog leg? Weil bei Hunden die Hinterbeine gewinkelt sind. Schön, ein Golfbegriff, der so fantasievoll und auch sinnig ist.         
     Drive
  Treibschlag vom Tee mit dem Driver, einem langen Schläger mit großem Kopf. - Vielleicht noch ein Tipp: Nehmen sie doch, wenn ihre Putterei einmal gar nicht klappt, oder sie den Putter aus Wut zertrümmert haben, den Driver. Nur Mut! Selbst Pros machen das, weil es manchmal wunderbar funktioniert.
     
Eagle (Adler)  Sagt ein Golfer hierzulande, er habe einen „Igel" geschossen, dann hat er keinen Igel, auch keinen Adler abgeknallt, sondern einen „Eagle", zwei Schläge unter Par für das Loch, gespielt. Mag sein, Sie spielen kein Golf und kapieren das so noch nicht. Nun denn, es ist auch verwirrend, weil „Eagle", das englische Wort für Adler, ein nicht verdeutschter Golfbegriff ist, der wie „Igel" gesprochen wird.
     
Eisen (Iron)  Golfschläger mit Metallkopf. Doch nicht aus Eisen, sondern aus Stahl. - Den spektakulärsten Schlag mit einem Eisen machte übrigens ein Golfamateur vor mehr Zuschauern, als jemals ein Golfstar hatte. Zur Erinnerung: Es war der Apollo-Astronaut Alan Shepard auf dem Mond. Der Amerikaner konnte den Schläger wegen seiner Weltraum-Montur nur mit der linken Hand halten und den Ball mit einem Eisen 6  so auch „nur" 200 bis 400 Meter wegkloppen.   




Das etwas andere Golf-Lexikon

Verstehen Sie Golf?

Haben Sie schon einmal etwas von einem „Gimmie", „Rookie" oder „Shapiro" gehört? Und wissen Sie, was einer der ältesten schottischen Whiskys mit Golfbällen gemeinsam hat oder was man unter „katholischem Golf" versteht? Keine Ahnung? - Macht nichts. Die Golfsprache, zumal eigentlich englisch, ist ja auch nicht jedermanns Sache und geht, ins Deutsche übersetzt, häufig schief. Und jetzt haben wir den Golf-Salat. Wir müssen uns nicht nur mit einem verrückten Spiel - der Kunst, einen zu kleinen Ball auf zu langen Bahnen mit meist ungeeigneten Schlägern in ein winziges Loch zu spielen - sondern auch noch einem ziemlichen Sprachwirrwarr  und eigenartigen Golfbegriffen herumschlagen.

      Addressing the ball  „Ansprechen des Balls".  Haben Sie schon Golfer erlebt, die bei der Schlagvorbereitung mit dem Ball gesprochen haben? Ja, nach dem Schlag, da rufen sie „down" oder „sit", weil der Ball nicht am Loch landen oder zu weit rollen könnte, oder „adios", wenn er sich in einer eleganten Kurve ins Abseits verabschiedet, oder „blöder Ball", wenn er am Loch vorbei kullert. Alles Quatsch - als ob die Bälle hören könnten.
     Ass (Hole-in-One)  Ein Glücksschlag, vom Abschlag direkt ins Loch, auf den die meisten Spieler ihr Golferleben lang vergebens warten. Doch kürzlich, was für ein Dusel, da hatten zwei Oldies aus Australien zwei Asse nacheinander am gleichen Par 3-Loch gespielt.
      Albatros   Ein Superding, weil der Ball auf einer etwa 500 Meter langen Spielbahn mit nur zwei Schlägen, also drei Schläge weniger als vorgesehen, gelocht wird. Nun ja, eigentlich nicht zu machen von Otto Normalgolfern, aber vielleicht mal im Golf-Himmel. - Die Amerikaner übrigens sagen nicht „Albatros", sondern „Double Eagle" (Doppel-Adler), was falsch ist. Denn nicht vier, sondern drei Schläge weniger, ist golftechnisch nur so was wie ein „Birdie-Eagle" oder „Triple-Birdie"  ( Eagle: zwei, bzw. Birdie: ein Schlag unter Par ).     
     Ball
  Nach den Golfregeln gibt es: „Ball im Spiel", „provisorischer Ball", „zweiter Ball", „falscher Ball" und andere mehr. Für Golfer eine knifflige Sache. Für Nicht-Golfer ziemlich chinesisch. Oder erklären sie mal, dass im Golf gilt: „Ball im Spiel ist auch der Ball, der den im Spiel befindlichen Ball ersetzt, gleich ob dies erlaubt ist oder nicht." Und, so böhmisch es klingen mag, es kommt vor, dass „ein Ball im Spiel ist, der nicht ins Spiel kommt." - Ach, noch etwas, apropos Bälle klauen. Ein schottischer Golfer soll früher mal, weil er zwei Golfbälle gemopst hatte, gehängt worden sein.
     
Big Bertha (Dicke Berta)   Keine Kanone aus dem Ersten Weltkrieg, auch keine archaische Skulptur von Henry Moore oder Niki de Saint Phalle, sondern der Großkopfschläger der Firma Callaway, die mit dieser Erfindung den Schlägermarkt förmlich „auf den Kopf gestellt hat."
      Birdie (Vögelchen)   Ein Schlag unter Par für das Loch. - Ja, ja, die Golfer mögen Vögel und haben den Scores, die unter Par für das Loch gespielt werden, besondere Vogelnamen verpasst. Eagle (Adler), der König der Vögel, für zwei unter Par und Albatros, der Meeresvogel mit der größten Spannweite, für drei unter Par.
    Bogey  Ursprünglich verstand man unter „Bogey" die Platzvorgabe. Und das kam daher: In Schottland, Ende des 19. Jahrhunderts, spielten zwei Golfer gegen den Platz. In Anspielung an den Text des Songs „Hush, hush, here comes the ‚bogey' man", gab der eine Spieler dem anderen nach


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