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Kommentar zu den Ende August beginnenden US Open

Was wäre, wenn…?


Ich muss darüber schreiben. Was wäre, wenn…? Das scheint nicht wirklich in letzter Konsequenz Sache der für die US Open 2020 verantwortlichen Macher gewesen zu sein.

In etwa zwei Monaten wollen sie ihr Turnier in New York durchziehen, obwohl jedem klar ist, dass die Corona-Krise gerade in den USA mit mehr als 120.000 Toten im Zusammenhang mit Covid-19 und schon gar nicht in New York, einer der am schlimmsten betroffenen Städte mit desolatem Gesundheitssystem, vorbei sein wird. Man spekuliert, weil es um viel Geld geht, es werde mit extremen Vorsichtsmaßnahmen, die doch eindeutig belegen, wie heikel die Lage ist, wohl schon gut gehen.

Aber: Was wäre, wenn in dem Hotel am Flughafen, in dem alle Spieler*innen eingezwängt untergebracht werden, ein positiver Corona-Test vorkäme? Aus Sicherheitsgründen müsste man konsequenterweise das Hotel unter Quarantäne stellen und alle Tennisspieler*innen für ein bis zwei Wochen einsperren, bevor sie ihre Rückflüge antreten können. Man nimmt also ein unkalkulierbares Risiko mit drastischen Folgen einfach in Kauf.

So wünschenswert Profi-Tennisturniere wieder sind, aber bitte nicht voreilig unter allen Umständen und um jeden Preis auf gut Glück.

                                                         
Eberhard Pino Mueller


publiziert: 18. Juni 2020  - Tennisportal TAKEOFF-PRESS -
                                          Presse-Dienst-Süd  - JOURNAL/EURO

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