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NOVENTI OPEN 2021 / Halle-Westfalen 

Doppeltitel für Kevin Krawietz und Jan-Lennard Struff mit großer Überraschung 

Sechster Karrieretitel für Kevin Krawietz! Nach dem Triumph Anfang Mai in München bei den BMW Open holte sich der gebürtige Coburger (ATP 20) nun auch bei den NOVENTI OPEN in Halle den Titel gemeinsam mit seinem rumänischen Doppelpartner Horia Tecau (ATP 21). Sie bezwangen im Finale die Paarung Félix Auger-Alaissime und Hubert Hurkacz mit 7:6 (4) und 6:4.

Neben Krawietz im Doppel waren auch zahlreiche DTB-Akteure in der Einzelkonkurrenz aktiv. Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev (ATP 6) startete mit einem Sieg im deutschen Duell über Dominik Koepfer (ATP 63) ins Turnier. Im Achtelfinale war für den Halbfinalisten der diesjährigen French Open dann überraschend schon Schluss. In einem engen Match musste sich der 24-jährige Hamburger dem späteren Turniersieger Ugo Humbert (ATP 25) aus Frankreich mit 6:7 (4), 6:3 und 3:6 geschlagen geben.
Darüber hinaus war mit Jan-Lennard Struff (ATP 45) auch Deutschlands Nummer zwei in Halle dabei. Nachdem Struff bereits bei den French Open in Paris mit seinem Sieg über Andrey Rublev (ATP 7) für Furore gesorgt hatte, sollte dem 31-Jährigen in Halle der nächste Paukenschlag gelingen. Zum Auftakt traf der gebürtige Warsteiner auf die Nummer eins des Turniers, den amtierenden ATP-Weltmeister Daniil Medvedev (RUS/ATP 2). Unbeeindruckt dessen lieferte Struff bei seinem Heimatturnier eine Glanzvorstellung und schlug den 25-jährigen Russen mit 7:6 (6) und 6:3. In Runde zwei jedoch kam für Struff gegen dem US-Amerikaner Marcos Giron (ATP 65) mit 7:6 (1), 3:6, 4:6 das Aus.
Eine starke Leistung lieferte auch Philipp Kohlschreiber (ATP 115). Der 37-jährige Augsburger untermauerte seine gute Form und drang in Halle bis ins Viertelfinale vor. Nach Siegen über den Österreicher Jurij Rodionov (ATP 135) und Corentin Moutet (FRA/ATP 85) musste sich Kohlschreiber erst dem späteren Finalisten Andrey Rublev geschlagen geben.
Das sportliche Teilnehmerfeld sei ein „absoluter Meilenstein" in der Turnierhistorie gewesen, sagte Turnierdirektor Ralf Weber bei der Abschlussbilanz der 28. NOVENTI OPEN. Die Stärke des Teilnehmerfeldes nannte Weber „beeindruckend": „Erstmals gingen fünf Top-Ten-Spieler an den Start, auch Stefanos Tsitsipas wäre gern gekommen. Er musste aber nach den strapaziösen French Open eine Pause einlegen. Neben den vielen Tennisstars hatten wir auch wieder einmal vielversprechende NextGen-Spieler wie Felix Auger-Aliassime oder Sebastian Korda. Es war die Fortsetzung einer langen Tradition, bei uns spielen nämlich schon immer die Champions der Zukunft."


Die Austragung des Haller ATP 500er-Rasenevent, so Ralf Weber, „ist der größte Sieg überhaupt in diesem Jahr. Als die Inzidenzwerte Anfang 2021 sehr hoch waren, haben wir dennoch gesagt: Das Turnier muss stattfinden. Dahinter steckte die Motivation, nach der bedauerlichen Zwangspause 2020, ein Signal zu setzen - ein Signal für die Spieler, die Fans, die Medien. Wir wollten einfach wieder Weltklassetennis in Halle präsentieren." Die Pandemielage habe dem NOVENTI OPEN-Team einiges abverlangt, aber man habe es gern getan, sagt der Turnierdirektor. „Ganz einfach, weil wir alle in Halle eine große Leidenschaft fürs Tennis haben. Und weil uns auch viele Spieler und langjährige Wegbegleiter, wie unsere treuen Sponsoren, zu diesem Comeback ermuntert haben."

Der Turnierchef wies auch auf das 80-seitige Hygienekonzept hin. „,Safety first' war unsere oberste Devise. Das gesamte Turniergelände war eine Bubble. Arena, Trainings- und Matchcourts und das Hotel wurden so zu einem Hochsicherheitstrakt", sagte Ralf Weber. „Der enge Testzyklus von 48 Stunden in unserem eigenen, temporären Testzentrum war eine optimale Lösung." Leider sei der Zugang zum Turnier auf 500 Gäste beschränkt gewesen, dennoch hätten sich die Spieler gefreut, „wieder vor Zuschauern und in einer guten Atmosphäre spielen zu können."

„Das Thema Gesundheit", so NOVENTI-Vorstandsvorsitzender Dr. Hermann Sommer, „gehört einfach auf den Centre Court Deutschlands, gerade in Pandemie-Zeiten. Wir freuen uns daher sehr, Namenspartner der NOVENTI OPEN zu sein."

Die Attraktivität der NOVENTI OPEN zeige sich auch in der massiven TV-Präsenz über alle Kontinente, sagte der Turnierdirektor: „In diesem Jahr ging das ATP-Weltbild an über 150 Länder global. Alle Matches im Einzel und Doppel wurden dabei angeboten." In Deutschland verfüge man über die ideale Kombination eines nationalen, öffentlich-rechtlichen Kanals, dem ZDF, mit dem Fachsender Eurosport: „Die nationale Übertragungszeit betrug 85 Stunden. 2019 waren es noch 40 Stunden. Das ist eine fantastische Steigerung."

„Wir haben uns", so Ralf Weber, „in fast 30 Jahren eine Position im Welttennis aufgebaut, von der wir selbst in der Gründerzeit nur träumen konnten. Und die uns niemand zugetraut hat. Halle steht für eine moderne, zeitgemäße Präsentation des Tennissports, neben den Matches gibt es ein wunderbares Angebot für alle Generationen." Der Turnierchef drückte in seinem Resümee die Hoffnung aus, „dass wir 2022 zur Normalität zurückkehren können und wieder volle Ränge erleben werden. Wir sind im Normalfall das zuschauerstärkste Turnier in Deutschland, einer der global attraktivsten Tenniswettbewerbe. Deshalb hat uns die Corona-Krise schon hart getroffen, auch weil wir unseren Fans vor Ort ja auch das große ,Tennistainment' rund um die Matches bieten, einen einzigartigen Unterhaltungsmix."

Presseinformation: NOVENTI OPEN und DEUTSCHER TENNIS BUND
bearbeitet und publiziert…  21. Juni 2021  --  Tennisportal TAKEOFF-PRESS  -- Presse Dienst Süd  --  Journal / Euro
 

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