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Porsche Tennis Grand Prix 2022

„Play. Love. Live."


Das Spielerinnenfeld beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart war wieder einmal vom Feinsten. Nur wenige Turniere in der Welt können so ein Aufgebot an Grand-Slam-Siegerinnen bieten. An erster Stelle die Porsche-Markenbotschafterin Angelique Kerber mit den Titeln bei den Australian und US Open 2016 sowie in Wimbledon 2018. Danach kommt die Tschechin Petra Kvitova, die 2011 und 2014 in Wimbledon die Titel geholt hat. Jeweils einen Grand-Slam-Titel errangen die Polin Iga Swiatek bei den French Open 2020, die Kanadierin Bianca Andreescu bei den US Open 2019 und die Britin Emma Raducanu bei den US Open im Jahr 2021.

Von den Top-10 der Weltrangliste waren sieben Spielerinnen ( WTA 1, 3, 4, 5, 6, 7, 10 ) in der Porsche Arena dabei, um sich das Siegerauto einen Porsche Taycan GTS Sport Turismo zu ergattern.

Angelique Kerber (WTA 17), die 34-jährige zweimalige Porsche Grand Prix-Siegerin, war nur noch Außenseiterin bei dem starken Feld und hatte gegen ihre Auftaktgegnerin Anett Kontaveit (WTA 6) gleich ein hartes Match. „Es ist leider mal wieder ein bisschen unglücklich für mich gelaufen", so Kerber nach ihrer Niederlage, „am Ende waren es zwei, drei Punkte, das tut weh."

Im Hochklassig besetzten Spielerinnenfeld kamen gleich in der ersten Runde zwei frühere Stuttgart-Siegerinnen gegeneinander, wobei die Gewinnerin 2019 Petra Kvitova gegen Karolina Pliskova, die Titelträgerin von 2018, aus dem Turnier flog. Auch in der zweiten Runde ging es hoch her, als zwei Vorjahreshalbfinalistinnen aufeinander trafen. Wie 2021 gewann Aryna Sabalenko wieder gegen die Kanadierin Bianca Andreescu.   

Auch das amerikanische Wunderkind Coco Gauff (WTA 15) musste feststellen, dass es in Stuttgart keine leichte Runde gibt, als sie von der Russin Daria Kasatkina gleich aus dem Turnier geworfen wurde. Ebenso erging es der in Dortmund geborenen Jule Niemeier, trotz eines starken Auftritts, gegen die Vorjahresfinalistin Bianca Andreescu. Tamara Korpatsch, als Lucky Looser ins Feld gerutscht, war im Achtelfinale gegen die Weltranglistenzwölfte Emma Raducanu chancenlos.   

Für die deutschen Nachwuchsspielerinnen Eva Lys und Nastasia Schunk war die Qualifikation mit zwei Siegen schon ein Erfolg, die sie zum ersten Mal in das Hauptfeld eines WTA-Turnier brachten, wo die 20-jährige Eva Lys überraschend auch noch gegen die Schweizerin Viktorija Golubic gewann.

Laura Siegemund, die Porsche Tennis Grand Prix-Siegerin 2017, rutschte nach einer längeren Verletzungspause (Knie) aus den Top 200 der Weltrangliste und spielte nur dank einer Wildcard im Hauptfeld. Siegemund kam in Filderstadt, wo das älteste Damen-Indoor-Tennisturnier Europas 1978 zum ersten Mal stattfand, zwanzig Jahre danach (1998) zur Welt. Sie erreichte nach Siegen gegen die Slowenin Tamara Zidansek und nach Aufgabe der Griechin Maria Sakkari (WTA 5) das Viertelfinale, in dem sie von Liudmila Samsonova (WTA 31) gestoppt wurde. „Das war der erste Schritt", meinte Siegemund guten Mutes, „auf einem langen Weg zurück. Ich bin einfach so froh, dass ich wieder spielen kann."

Die Qualität des Turnieres spiegelte auch das Viertelfinale wider, wo unter den letzten Acht fünf Top-10-Spielerinnen standen, von denen drei sich mit der ungesetzten Samsonova im Halbfinale um die beiden Endspielplätze stritten. Iga Swiatek, die an Eins gesetzte Polin, verhinderte mit ihren Siegen gegen die Russin Samsanova und im Finale gegen die Belarussin Aryna Sabalenka, die sich gegen Paula Badosa (WTA 3) im Halbfinale durchgesetzt hatte, dass es zu einer Siegerin und Bürgerin von einem Land kam, das gegen die friedliche Ukraine einen mörderischen Krieg führt --  denn so etwas hätte zu dem Motto des 45. Porsche Tennis Grand Prix „Play. Love. Live" (spiele, liebe, lebe) nicht gut gepasst.

                                                                                             Eberhard Pino Müller

publiziert:  25 - 04 - 2022  ---  Tennisportal TAKEOFF-PRESS  --
                                                  Presse Dienst Süd  --  Journal / Euro

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