Wie verliefen die deutschen Turniere ?
Wie haben die deutschen Spielerinnen und Spieler abgeschnitten ?
BMW Open / München… Es ging bei miesem Wetter mit viel Regen und Kälte auf der Iphitos Tennisclubanlage und einem miserablen Start der sieben deutschen Spieler nicht gut los, weil nur zwei die erste Runde überstanden haben. Das war auch von den mit Wildcards oder als Nachrücker wegen Absagen oder über die Qualifikation ins Feld gerutschten Spieler fast nicht anders zu erwarten, da nur Alexander Zverev sich direkt qualifiziert hatte. Doch auch der strauchelte an seinem 26. Geburtstag jämmerlich gegen den Qualifikanten O'Connell (ATP 82). Für Oscar Otte und Yannick Hanfmann kam auch gleich in Runde zwei das Aus. Am Ende der Turnierwoche dafür strahlender Sonnenschein, ein Doppelfinale mit Kevin Krawietz/Tim Puetz, das knapp verloren ging, und ein spektakuläres Einzel-Endspiel über fast drei Stunden mit Van de Zandschulp gegen Holger Rune wie im Jahr zuvor, das der junge Däne nach Abwehr von vier Matchbällen gewann und den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder zum Schwärmen brachte: „Was für ein geiles Match!"
Porsche Tennis Grand Prix / Stuttgart… Wie immer mit einem außergewöhnlichen Klasse-Feld mit acht Top Ten der Weltrangliste, die alle neben dem hohen Preisgeld scharf auf den zu gewinnenden Porsche waren, dem „attraktivsten Siegerpokal der Tour" wie Emma Raducanu, die US Open 2021-Siegerin meinte. Die Qualifikation überstand nur Tamara Korpatsch von den vier deutschen Spielerinnen. Die mit Wildcard spielenden Jule Niemeier gegen die Wimbledon-Siegerin Elena Rybakina und Tatjana Maria gegen Carolin Garcia (WTA 5) schieden, wie Korpatsch, gleich in der ersten Runde aus. Wie im Vorjahr holte Iga Swiatek (WTA 1) den Titel gegen Aryna Sabalenka (WTA 2), die zum dritten Mal den begehrten Porsche wieder nicht gewinnen konnte.
Billie Jean King Cup… Gleichzeitig während der Porsche Tennis Grand Prix-Qualifikation spielte Deutschland gegen Brasilien beim Billie Jean King Cup (früher Fed Cup) die erste Qualifiers-Runde in Stuttgart. Mit Erfolg. Nachdem Tatjana Maria gegen Laura Pigossi und Jule Niemeier gegen Beatriz Haddad Maia (WTA 14) gewonnen hatten, holte Anna-Laura Friedsam den entscheidenden dritten Punkt. Für die Endrunde konnte sich das Porsche Team Deutschland nicht qualifizieren, weil es gegen Italien die Chance dafür verspielt hat.
Boss Open / Stuttgart… Das seit 1979 als Mercedes Cup auf der Tennisanlage des TC Weißenhof auf dem Killesberg ausgetragene Tennisturnier, wird seit 2015 auf Rasen gespielt und bekam vor 2 Jahren Boss als Titelsponsor. Tennislegenden wie Roger Federer und Rafael Nadal konnten hier schon den Titel holen. Das hochkarätige Turnier war, wie immer, auch diesmal stark besetzt. Keiner von vier deutschen Spielern überstand die Qualifikation. Im Hauptfeld erwischte es den Vorjahreshalbfinalisten Oscar Otte, nach vier Erstrundenniederlagen in 2024, gleich wieder, wie auch Daniel Altmaier. Jan-Lennard Struff (ATP 24), der letzte Deutsche, spielte sich dafür bravourös durch die Runden - gegen den Amerikaner Tommy Paul (ATP 15), den Franzosen Gasquet, der gegen Tsitsipas gewonnen hatte, den Polen Hurkacz (ATP 14) und stand, nach seiner sensationellen Finalteilnahme beim Masters Turnier in Madrid, zum dritten Mal in seiner Karriere wieder in einem ATP-Finale. Doch gegen den Amerikaner Frances Tiafoe (ATP 12) schrammte er nach drei dramatischen Sätzen und vergebenem Matchball im Tiebreak, „in einem Wahnsinns-Match", wie Struff hinterher konstatierte, hauch dünn am Titel vorbei.