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Laver Cup 2024 / Berlin
Ein Sieg auf dramatische Weise für Team Europa
Ein Tennis-Mannschaftswettbewerb mit sechs der besten Tennisprofis aus Europa gegen sechs aus dem Rest der Welt, in einer Weltstadt mit großer Tradition und Flair. Ein cooles Tennisspektakel in einer Halle für 17.000 Zuschauer und für Millionen Fernsehzuschauer weltweit. Das Ganze zu Ehren einer der größten Tennis-Legenden, dem 86-jährigen Rod Laver, der zweimal, 1962 als Amateur und 1969 als Profi, die vier Grand-Slam-Turniere binnen eines Jahres gewann, was seither keinem Tennisspieler mehr gelang. Und als Clou des dreitägigen, einmaligen Tennisevents, zwei weltbekannte Teamkapitäne, der siebenmalige Grand-Slam-Sieger John McEnroe und der schwedische Tennis-Superstar Björn Borg - und das alles beim Laver Cup in Berlin.
Für das Team Europa waren dabei: Alexander Zverev (ATP 2), Carlos Alcaraz (3), Daniil Medvedev (5), Casper Ruud (9), Grigor Dimitrov (10), Stefanos Tsitsipas (12), Jan-Lennard Struff als Ersatzmann - für Team World: Taylor Fritz (ATP 7), Ben Shelton (13), Frances Tiafoe (16), Alejandro Tabilo, Francisco Cerundolo, Thanasi Kokkinakis. Einmalig, wie diese Top-Spieler mit ihren Gegnern als Kameraden mitgefiebert haben, während prominente Sportler, wie die ehemaligen Tennisspieler Roger Federer, Boris Becker, Andre Agassi, Jim Courier, Rod Laver und die Tennisspielerinnen Ana Ivanovic, Angelique Kerber, Andrea Petkovic, oder auch die Basketballspieler Dirk Nowitzki und Steve Nash und der Fußballspieler Bastian Schweinseiger, zugeschaut haben.
Irgendwie war fast alles außergewöhnlich und einzigartig beim Laver Cup, die Atmosphäre in der Halle, der schwarze Tennisbodenbelag, die Kontinentalrivalität auf dem Tennisplatz wie im Golf beim Ryder Cup, und auch der Spielmodus, der von Roger Federer und seinem Manager Tony Godsick, den Initiatoren des Laver Cups, genial ausgedacht worden war, um den Wettkampf mit täglich drei Einzeln und einem Doppel bis zum dritten Tag spannend zu halten. So gab es für die am ersten Tag gespielten Matches für jeden Sieg nur einen Punkt für das Team, am zweiten Tag jeweils zwei Punkte und am dritten Tag satte drei Punkte.
Zur Einstimmung, als in blauen Jacken die europäischen und in roten Jacken die Spieler von Team World auf dem Platz einliefen, ertönte energiegeladener Elektrobeat während einer atemberaubenden Lichtershow im Innenraum der Berliner Uber Arena. Auch ohne Sinner und Djokovic wollten die favorisierten Europäer den Cup, der von Team World in den vergangenen zwei Jahren gewonnen wurde, diesmal zurückholen. Am ersten Tag konnten aber nur der Bulgare Dimitrov (33 Jahre) und der Grieche Tsitsipas (26) punkten, während der Argentinier Cerundolo gegen den Norweger Ruud (25) gewann und Fritz/Shelton das Doppel gegen Alcaraz/Zverev.
Mit jeweils zwei Siegen für jedes Team ging es in den zweiten Spieltag, der für die Europäer unglücklich begann, als der Russe Medvedev gegen den Amerikaner Tiafoe, gegen den er in bisher fünf Begegnungen nicht ein einziges Mal verloren hatte, im entscheidenden Match-Tie-Break einen möglichen Sieg verpasste. Dafür holte der Laver-Cup-Neuling Alcaraz gegen den Amerikaner Shelton zwei Punkte zum Ausgleich. Nicht so Alexander Zverev, der nach verlorenem ersten Satz gegen Taylor Fritz bei 4:2 Führung im zweiten für ein Doppelbreak zum 5:2 zwei Breakpunkte vergab und völlig von der Rolle, ein Rebreak kassierte und wenig später bei 5:5 ein weiters Break, das zum Matchverlust geführt hat. Nachdem danach Tsitsipas/Ruud gegen Shelton/Tabilo glatt ihr Doppel verloren haben, ging Team World überraschend mit einer 8:4-Führung in den entscheidenden dritten Tag.
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